Schloßstraße

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Von der ursprünglichen Schloßstraße, die am Stadtschloß auf den Alten Markt führte, besteht nur noch der westliche Teil. Für diese Altstadtstraße gibt es in der Geschichte mehrere Bezeichnungen. Schon im 17. Jahrhundert bis 1717 werden die Namen Beckerstraße oder Bäckerstraße, Schloßstraße, Kleine Schloßstraße und Grenadierstraße (1679-1725) genannt. Unter anderem wird von 1718-1799 für die Hausnummmern 1-14 Am Reitstall angegeben. Ab 1807 galt nur der Name Schloßstraße. Die südlich, parallel zur Straße Breite Straße im Bereich des ehemaligen Lustgartens verlaufende, um 1970 entstandene Straße (Zufahrt zum Hotel und zu den Schiffsanlegern) hieß bis 1980/1981 Am Ernst-Thälmann-Stadion, danach Am Karl-Liebknecht-Forum und wurde 1991 in die vorhandene Schloßstraße einbezogen und in Schloßstraße umbenannt.


Die Bezeichnung Schloßstraße wurde im 18. Jahrhundert auch für die spätere Humboldtstraße und die Brauerstraße sowie für die Jagdhausstraße und die Wilhelm-Leuschner-Straße verwandt. <ref>Klaus Arlt: Die Straßennamen der Stadt Potsdam. Geschichte und Bedeutung. In: Mitteilungen der Studiengemeinschaft Sanssouci. Verein für Kultur und Geschichte Potsdams e.V., 4. Jahrgang 1999, Heft 2, S. 60 f.</ref>


Ursprünglich am nordwestlichen Ende des Stadtschlosses auf dem Alten Markt beginnender und vorbei an der Mammonstraße bis zur Breiten Straße führender Straßenverlauf. Von der ursprünglichen Straße besteht nur noch der westliche Teilabschnitt.

Für die Schloßstraße gab es historisch verschiedene Namen:

17. Jh. bis 1717: Beckerstraße oder Bäckerstraße, Schloßstraße, Kleine Schloßstraße u. Grenadierstraße (1679 - 1725)

1718 bis 1799: Am Reitstall

ab 1807: Schloßstraße


1798

Am Reitstalle heißt die Reihe Häuser vom Anfange der hohen Wegstraße bis zum neuen Markt. Hier steht das schöne Krumbholzische Eckhaus, welches Friedrich Wilhelm II. als Prinz von Preußen bewohnte, und in welchem jetzt die Ecole de Genie ist. Es ist drey Geschoß hoch, hat auf der Seite am neuen Markt ein Thor mit sandsteinernen Gewänden und darüber einen Balkon, der von Termen getragen wird, auf der schmalen Seite aber eine Thür mit vorliegenden Stufen. Die Fenster haben trianguläre Frontons, jeder mit zwey Tragsteinen unterstützt. Unweit der Ecke an beyden Außenseiten am zweyten Geschosse ist nur ein ionischer Pilaster, welches der sonst sehr guten Anordnung ein etwas armseliges Ansehen giebt. <ref>Potsdam`s Merkwürdigkeiten beschrieben, und durch Plans und Prospekte erläutert, Potsdam 1798, bey Carl Christian Horvath, S. 84 f.</ref>


In Der Regierungszeit von Friedrich II. wurde die Schloßstraße wie folgt bebaut:


1748

Schloßstraße 13

Schloßstraße 14


1751

Schloßstraße 12


1752

Schloßstraße 1

Schloßstraße 2

Schloßstraße 3

Schloßstraße 9a

Schloßstraße 10

Schloßstraße 11


1753

Schloßstraße 4

Schloßstraße 5

Schloßstraße 6


1754

Schloßstraße 7





Einzelnachweise

<references />