Geologie

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Proterozoikum bis Paläogen

Die Festlandsmassen von Pangaea im Unterperm.

Das Gebiet des heutigen Potsdam und seiner Umgebung befand sich im Proterozoikum auf einem Superkontinent, den die Wissenschaftler als Rodinia bezeichnen. Vor etwa 1,1 Milliarden Jahren soll er entstanden und vor 800 Milllionen Jahren zerbrochen sein. Seine Teilstücke drifteten auf dem Urozean und bildeten neue Landmassen. So entstand Pangaea, der letzte Superkontinent der Erdgeschichte. Vor etwa 300 bis 150 Millionen Jahren (Karbon bis Jura) soll er existiert haben. In einem Abschnitt der Erdgeschichte, in dem am Ende des Perm zunächst alles Leben auf der Erde ausstarb, sich später aber die Dinosaurier entwickelten. Vor 150 Millionen Jahren zerbrach Pangaea in seine früheren Hauptbestandteile, die Großkontinente Laurasia und Gondwana, die wiederum vor 135 Millionen Jahren - in der Kreidezeit - in die Kontinente zerfielen, die das heutige Bild der Erde prägen. Die die Kontinente umgebenden Ozeane sowie Gebirge, wie die Alpen, das Apennin, die Karpaten, das Balkangebirge und die Pyrenäen in Europa, das Himalayagebirge in Asien, das Atlasgebirge in Nordafrika oder die Rocky Mountains in Nordamerika und die Anden in Südamerika, sind ein Resultat der damaligen Erdbewegungen.

In dieser Phase der Erdgeschichte entstanden die heute als Bodenschätze bekannten Gesteine und verschiedene Vorkommen an Steinkohle und Braunkohle. Es war die Zeit der Dinosaurier, deren Spuren auch in Mitteleuropa entdeckt wurden. In der Unterkreide waren Bärlapppflanzen, Farne, Baumfarne, Ginkos und Nadelbäume die vorherrschenden Pflanzen. In der Oberkreide konkurrierten bereits viele Laubbäume wie Ahorn, Eiche oder Walnuss mit Nadelbäumen. Gräser breiteten sich auf dem Festland aus. Am Ende der Kreidezeit stand ein gewaltiger Meteoriteneinschlag, der ein erneutes Aussterben aller Lebewesen zur Folge hatte. Die großen Saurier und viele andere Tierarten verschwanden.


Auf die Kreidezeit folgte das Paläogen (früher Bestandteil des Tertiärs), das vor 66 Millionen Jahren begann und vor über 23 Millionen Jahre endete. Im norddeutschen Raum, dem Potsdam zugeordnet wird, kam es während dieser Zeit wiederholt zum Wechsel zwischen dem Vordringen des Meeres und dessen Rückzug. Bei Bohrungen gefundene Bodenablagerungen verweisen darauf. Im Paläozän, dem ältesten Paläogen, waren weite Teile Mitteleuropas Festland. Im Potsdamer Gebiet entdeckte kalkhaltige Feinsande lassen hier für das darauf folgende Eozän die Küstenzone eines Flachmeeres vermuten. Im Oligozän nahm das Meer vollständig Besitz von Norddeutschland und verwandelte es in einen breiten Meeresarm. Bis Leipzig stand das Land unter Wasser. Im Potsdamer Raum lagerte das Meer so genannte Rupeltone und Septarientone ab. Versalzene Grundwasservorkommen sind ebenfalls ein Hinweis auf das einst alles bedeckende salzige Meereswasser. Im weiteren Verlauf des Oligozäns kühlten sich die Temperaturen drastisch ab, was zum Anwachsen der antarktischen Gletscher und zum Sinken des Meeresspiegels zwischen 30 m und 150 m führte. Über dem Rupelton gefundene Feinsande und Schluffe enthielten intensiv grüne Glaukonitkörnchen. Diese entstanden auf dem Meeresboden und werden als Beweis für eine \"marine Sedimentation in Küstennähe und damit einen Rückzug des oligozänen Meeres\" angesehen. Die obere Grenze des Oligozäns geben darüber liegende feine weiße Glimmersande an.


Neogen bis Holozän

Im Miozän, ältester Abschnitt des Neogen, bildeten sich in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete aus. Aus diesen gingen Braunkohlenflöze hervor, die z. B. am Brauhausberg und in der Nutheniederung nachgewiesen wurden. Durch Erdbewegungen gerieten sie in Wechsellagerung mit den unter und über ihnen lagernden Sedimenten und sind somit nicht mehr in reiner Form nachweisbar, wie das in den Braunkohlegebieten der Lausitz und des Mitteldeutschen Indstriereviers der Fall ist.

Das Quartär ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Sein ältester Abschnitt, das Pleistozän, hinterließ die die Potsdamer Landschaft prägenden Oberflächenformen. Kalt- und Warmzeiten wechselten sich in dem vor 2,6 Millionen Jahren beginnenden und 9700 Jahre v. u. Z. endenden Pleistozän ab. Sein Ende markiert eine mehr als 100 000 Jahre dauernde Vereisung weiter Teile der Kontinente auf der Nordhablkugel der Erde. Diese letzte Kaltzeit erhielt regional unterschiedliche Bezeichnungen. Für Norddeutschland, wozu auch Potsdam gehört, und Skandinavien wird der Begriff Weichsel-Kaltzeit verwendet. In diese Zeit fällt der Übergang vom Pleistozän zum Holozän, dem jüngsten und bis heute andauernden Abschnitt des Quartärs. Mittlerer Abschnitt dieser Kaltzeit war das Weichsel-Hochglazial (57.700 v. u. Z.-13.000 v. u. Z.). In vier großen Phasen drängte das aus dem Norden kommende Eis in diesem Zeitraum vor. Im ersten Vorstoß, der Brandenburg-Phase (24.000 v. u. Z.-22.000 v u. Z.), erreichte es seine maximale Ausdehnung. Die südlich vom Glogau-Baruther Urstromtal und nordwärts bis zum Potsdamer Urstromtal folgende Linie wird auch als Brandenburger Eisrandlage bezeichnet. Eiswanderung und Stillstandszeiten wechselten sich ab. Während jeder längeren Stillstandslage bildete sich eine so genannte glaziale Serie. Im Idealfall bestand sie aus folgenden Elementen:

Eine sandige Grundmoräne der äußersten Eisrandlage entstand um Caputh, Michendorf und Wilhelmshorst. Die Hügelkette vom Brauhausberg über die Ravensberge bis zu den Saarmunder Bergen, die so genannte Saarmunder Endmoräne, war das Ergebnis einer zweiten Eisrandlage der Gletscher in der Zeit des Brandenburger Stadiums. Einer dritten Eisrandlage sind die ebenen Flächen des Nuthetales und des Stadtgebietes von Potsdam zu verdanken. Auch die Grundmoränen und die Endmoränen des Bornstedter Feldes, des Königswaldes und des Gebietes rund um den Wannsee unter Einschluss der Höhen von Babelsberg sind dieser Zeit zuzuordnen. Die beim Abschmelzen des Gletschereises entstandenen Wassermengen formten ein Tal, durch das heute die Nuthe und die Havel fließen. Das Stadtgebiet von Potsdam und die Parkanlagen von Sanssouci befinden sich in dem Talbereich, den die riesigen Wassermengen in einer Breite von mehreren Kilometern formten.


Forschungsstand und Darstellungsgeschichte

Offensichtlich die erste und damit die bislang älteste bekannte Arbeit zur Geologie des Potsdamer Gebietes entstand 1927. Über ihren Verfasser P. Wollstedt ist nichts bekannt.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges änderte sich diese Situation. Für die Zeit ab 1947 sind zahlreiche Publikationen nachweisbar. Eine Zusammenfassung des erreichten Forschungsstandes erfolgte 1969 in Band 15 der von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin herausgegebenen Reihe "Werte der Deutschen Heimat". Potsdam und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme ist das Produkt einer von der Arbeitsstelle Dresden der Akademie betreuten Gruppe von Autoren. Der Potsdamer Geograph Dr. Gerhard Engelmann hatte sie für die Mitarbeit gewonnen und koordinierte die Arbeiten.

Das Themengebiet Geologie bearbeitete Horst Röpke und das Themengebiet Geomorphologie Dr. Hans-Joachim Franz, Institut für Geographie der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Anliegen der heimatkundlichen Bestandsaufnahme war die Verbindung von geologischen, morphologischen, hydrologischen, vegetationskundlichen, forstlichen, faunistischen und fischereikundlichen Beiträgen mit solchen ur- und frühgeschichtlicher, siedlungsgeographischer, ortsgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher und namenkundlicher Art. Die Bestandsaufnahme wollte wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und durch die populär-wissenschaftliche Beschreibung der Ergebnissse eine breite Leserschaft erreichen.

Nachfolgende über Potsdam und seine Geschichte veröffentlichte Arbeiten gingen über das Niveau der 1969 veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Geologie und Geomorphologie des Potsdamer Raumes nicht hinaus. Das Thema wurde nur ganz knapp am Rand behandelt. Beispiel:Potsdam ist in eine Landschaft eingebettet, der die beiden letzten Eiszeiten und die Abschmelzphasen das Gepräge gaben. Das breite Tal der Nuthe, der zwischen Spandau und Brandenburg in eine Seenkette aufgelöste Havellauf, die Wublitzrinne nördlich Potsdams, die Endmoränenzüge an der Südseite der Havelseen zwischen Potsdam und Ferch, die großen Sanderflächen bei Ferch und die lehmigen Grundmoränenflächen im sich nördlich anschließenden Gebiet etwa bei Glindow sind eindrucksvolle Zeugnisse dieser landschaftsgestaltenden Kräfte.(Potsdam. Geschichte der Stadt in Wort und Bild. Von einem Autorenkollektiv unter der Leitung von Manfred Uhlemann und Otto Rückert, Berlin, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1986, S. 7)


Literaturübersicht (chronologisch)

  • Wollstedt, P.: Die Potsdamer Glaziallandschaft. Jahrbuch der Preußischen Geologischen Landesanstalt, Bd. 44, 1923, S. 172-176.
  • Karrenberg, H.: Der vortertiäre Untergrund von Berlin. Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, Bd. 99, 1947, S. 215-248.
  • Behrmann, W.: Die Umgebung Berlins nach morphologischen Formengruppen betrachtet. Die Erde, Bd. 80, 1949/50, S. 93-122.
  • Bergmann, E.: Über den tieferen Untergrund Brandenburgs. In: Die Erde, Bd. 86, 1955, S. 21-44.
  • Röpke, Horst: Untergrund und Oberflächengestaltung des Potsdamer Stadtgebietes. Staatsexamensarbeit PH Potsdam 1955.
  • Scholz, Eberhard: Die Oberflächenformen der Potsdamer Landschaft. Begleitworte zum Entwurf eines Blockbildes. In: Märkische Heimat, Bd. 2, 1957, S. 394-399.
  • Solger, Friedrich: Vom Werden der Potsdamer Landschaft. In: Märkische Heimat, Bd. 2, 1957, S. 270-280.
  • Cepek, A.: Zum Pliozän in Brandenburg. In: Berichte der Geologischen Geselschaft der Deutschen Demokratischen Republik, Bd. 2/3, 1958, S. 158-170.
  • Diener, S.: Pleistozän südlich und südwestlich von Berlin. In: Exkursionsführer Brandenburg zur 7. Jahrestagung der Geologischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik 1960, S. 135 - 149.
  • Solger, Friedrich: Verlauf und Bildungsbedingungen der Endmoränen im Raume Brandenburg. In: Berichte der geologischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik, Bd. 5, 1960, S. 206-223.
  • Franz, Hans-Joachim: Morphogenese der Glaziallandschaft südlich von Potsdam. In. Geographische Berichte, H. 6, 1961, S. 214-231.
  • Franz, Hans-Joachim: Morphogenese der Jungmoränenlandschaft des westlichen Brandenburger Stadiums. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, math.-nat. Reihe, Bd. 7, 1962, S. 29-60.
  • Kölbel, F.: Das Prätertiär in Südbrandenburg. In: Geologie, Bd. 11, 1962, S. 1113-1132.
  • Engelmann, Gerhard (Bearb.): Potsdam und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme, Berlin (Akademie-Verlag) 1969, S. 3-7.
  • Weiße, Roland: Glaziale und periglaziale Strukturen der Grundmoränen bei Potsdam. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, math.-nat. Reihe, Bd. 29, 1985, S. 428-444.
  • Feiler, Manfred: Die Potsdamer Landschaft - Ein Ergebnis der Eiszeit. In: 1000 Jahre Potsdam. Blätter aus der Stadtgeschichte Teil I, Potsdam 1987, S. 8 u. 9.
  • Weiße, Roland: Genese und glaziärer Baustil der Potsdamer Seenlandschaft. In: Petermann Geographische Mitteilungen, Bd. 135, 1991, S. 39-47.
  • Weiße, Roland: Glazialmorphologie und geoökologische Probleme des Potsdamer Raumes. In: Geographische Rundschau, Bd. 43, 1991, S. 590-596.



','utf-8'),(8711,'Geologie\n\nBotanik/Zoologie\n\nBesiedlung','utf-8'),(8712,'Am Ende der Weichsel-Eiszeit, während des späten Pleistozäns, breitete sich in Brandenburg\n\n\n\n\n\n=


Literaturübersicht (chronologisch) =\n== Botanik ==\n*Firbas, Franz: Spät- und nacheiszeitliche Waldgeschichte Mitteleuropas nördlich der Alpen, Jena 1949/1952.\n*Fischer, Wolfgang: Zur Pflanzenwelt des Kreises Potsdam. Potsdamer Land 1958, S. 65-69.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Die Vegetationsverhältnisse Brandenburgs in slawischer Zeit. In: Märkische Heimat, Sonderheft II: Festschrift R. Hoffmann, S. 50-62, Potsdam 1961.\n*Müller-Stoll, Wolfgang Richard u. Götz, H. G.: Die märkischen Salzstellen und ihre Salzflora in Vergangenheit und Gegenwart. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Nr. 7, 1962, S. 243-296.\n*Scamoni, Alexis: Der Kiefernwald, der Buchenwald und die Eichenmischwälder des Höhendiluviums, die Wälder der Moore und Niederungen in Brandenburg. In: Märkische Heimat, Bd. 3, 1959 bis Bd. 6, 1962.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Vegetations- und Landschaftsgeschichte des Potsdamer Gebietes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 6-8.\n\n\n== Zoologie ==\n*Feiler, Manfred: Die Tierwelt des Potsdamer Havellandes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 11-14.','utf-8'),(8713,'Am Ende der Weichsel-Kaltzeit, während des späten Pleistozäns, breitete sich in Mittelbrandenburg eine Tundra mit Süß- und Sauergräsern aus. In der so genannten Jüngeren Tundrazeit, die von 10.730 bis 9.700 v. u. Z. ging, war über ganz Deutschland und Skandinavien der Weiße Silberwurz verbreitet. Heute ist diese Pflanze nur noch an klimatisch extremen Standorten zu finden. Die Vegetation prägten aber vor allem Sauergrasgewächse und Süßgräser, aber auch Schachtelhalme, Hahnenfußgewächse, Kreuzblütler und Doldenblütler.\n\nErneute klimatische Veränderungen führten zu starken Veränderungen der Vegetation. Gräser- und Kräutervegetationen gingen nach und nach zurück. Die Zwergbirke, der Wacholder, die Weide und die Pappel, aber auch der Sanddorn breiteten sich aus. Im Präboreal (9.610 bis 8.690 v. u. Z.), dem ältesten Zeitabschnitt des Holozäns, breiteten sich Birken, Kiefern und Hasel in Richtung Norden aus. Es entstanden Birken- oder Birken-Kiefernwälder. Die Birke war vorherrschend im präborealen Wald. Gegen Ende des späten Präboreals wurde sie von der Kiefer verdrängt. Eberesche und espe sowie wärmeempfindliche Wacholderarten waren Begleitpflanzen der Wanderungsvegeation dieser Zeit.\n\n\nIm Boreal (8.690 bis 7.270 v. Chr.) wanderten Eichenmischwälder in Mitteleuropa ein. Sie bestanden vorrangig aus Eichen, Ulmen, Linden und Erlen. Der einwandernden Vegetation folgten auch die Tiere. Hirsche lebten in den Wäldern, Rehe, Elche, Wildschweine und Auerochsen. Wärmeliebende Tierarten wie die Europäische Sumpfschildkröte waren zu finden. Zu den eingewanderten Raubtieren gehörten der Wolf, der Braunbär, der Luchs und die Wildkatze. Hasen waren weit verbreitet. In Sumpfgebieten und an Flüssen lebten Biber und Otter. Fischarten wie Hechte und Welsartige gab es zahlreich.\n\n\n\n=

Literaturübersicht (chronologisch) =\n== Botanik ==\n*Firbas, Franz: Spät- und nacheiszeitliche Waldgeschichte Mitteleuropas nördlich der Alpen, Jena 1949/1952.\n*Fischer, Wolfgang: Zur Pflanzenwelt des Kreises Potsdam. Potsdamer Land 1958, S. 65-69.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Die Vegetationsverhältnisse Brandenburgs in slawischer Zeit. In: Märkische Heimat, Sonderheft II: Festschrift R. Hoffmann, S. 50-62, Potsdam 1961.\n*Müller-Stoll, Wolfgang Richard u. Götz, H. G.: Die märkischen Salzstellen und ihre Salzflora in Vergangenheit und Gegenwart. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Nr. 7, 1962, S. 243-296.\n*Scamoni, Alexis: Der Kiefernwald, der Buchenwald und die Eichenmischwälder des Höhendiluviums, die Wälder der Moore und Niederungen in Brandenburg. In: Märkische Heimat, Bd. 3, 1959 bis Bd. 6, 1962.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Vegetations- und Landschaftsgeschichte des Potsdamer Gebietes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 6-8.\n\n\n== Zoologie ==\n*Feiler, Manfred: Die Tierwelt des Potsdamer Havellandes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 11-14.','utf-8'),(8714,'Am Ende der Weichsel-Kaltzeit, während des späten Pleistozäns, breitete sich in Mittelbrandenburg eine Tundra mit Süß- und Sauergräsern aus. In der so genannten Jüngeren Tundrazeit, die von 10.730 bis 9.700 v. u. Z. ging, war über ganz Deutschland und Skandinavien der Weiße Silberwurz verbreitet. Heute ist diese Pflanze nur noch an klimatisch extremen Standorten zu finden. Die Vegetation prägten aber vor allem Sauergrasgewächse und Süßgräser, aber auch Schachtelhalme, Hahnenfußgewächse, Kreuzblütler und Doldenblütler.\n\nErneute klimatische Veränderungen führten zu starken Veränderungen der Vegetation. Gräser- und Kräutervegetationen gingen nach und nach zurück. Die Zwergbirke, der Wacholder, die Weide und die Pappel, aber auch der Sanddorn breiteten sich aus. Im Präboreal (9.610 bis 8.690 v. u. Z.), dem ältesten Zeitabschnitt des Holozäns, breiteten sich Birken, Kiefern und Hasel in Richtung Norden aus. Es entstanden Birken- oder Birken-Kiefernwälder. Die Birke war vorherrschend im präborealen Wald. Gegen Ende des späten Präboreals wurde sie von der Kiefer verdrängt. Eberesche und Espe sowie wärmeempfindliche Wacholderarten waren Begleitpflanzen der Wanderungsvegetation dieser Zeit.\n\n\nIm Boreal (8.690 bis 7.270 v. Chr.) und dem sich anschließenden Atlantikum (8.000 bis ca. 4000 v. Chr.) breiteten sich aus Mitteleuropa eingewanderte Eichenmischwälder in unserer Region aus. Sie bestanden vorrangig aus Eichen, Buchen, Ulmen, Hasel, Linden sowie Erlen und verdrängten Weichhölzer, wie Birke und Kiefer. Ihnen folgten die Tiere. Hirsche lebten in den Wäldern, Rehe, Elche, Wildschweine und Auerochsen. Wärmeliebende Tierarten wie die Europäische Sumpfschildkröte waren zu finden. Zu den eingewanderten Raubtieren gehörten der Wolf, der Braunbär, der Luchs und die Wildkatze. Hasen waren weit verbreitet. In Sumpfgebieten und an Flüssen lebten Biber und Otter. Fischarten wie Hechte und Welsartige gab es zahlreich.\n\n\n= Literaturübersicht (chronologisch) =\n== Botanik ==\n*Firbas, Franz: Spät- und nacheiszeitliche Waldgeschichte Mitteleuropas nördlich der Alpen, Jena 1949/1952.\n*Fischer, Wolfgang: Zur Pflanzenwelt des Kreises Potsdam. Potsdamer Land 1958, S. 65-69.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Die Vegetationsverhältnisse Brandenburgs in slawischer Zeit. In: Märkische Heimat, Sonderheft II: Festschrift R. Hoffmann, S. 50-62, Potsdam 1961.\n*Müller-Stoll, Wolfgang Richard u. Götz, H. G.: Die märkischen Salzstellen und ihre Salzflora in Vergangenheit und Gegenwart. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Nr. 7, 1962, S. 243-296.\n*Scamoni, Alexis: Der Kiefernwald, der Buchenwald und die Eichenmischwälder des Höhendiluviums, die Wälder der Moore und Niederungen in Brandenburg. In: Märkische Heimat, Bd. 3, 1959 bis Bd. 6, 1962.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Vegetations- und Landschaftsgeschichte des Potsdamer Gebietes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 6-8.\n\n\n== Zoologie ==\n*Feiler, Manfred: Die Tierwelt des Potsdamer Havellandes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 11-14.','utf-8'),(8715,'Am Ende der Weichsel-Kaltzeit, während des späten Pleistozäns, breitete sich in Mittelbrandenburg eine Tundra mit Süß- und Sauergräsern aus. In der so genannten Jüngeren Tundrazeit, die von 10.730 bis 9.700 v. u. Z. ging, war über ganz Deutschland und Skandinavien der Weiße Silberwurz verbreitet. Heute ist diese Pflanze nur noch an klimatisch extremen Standorten zu finden. Die Vegetation prägten aber vor allem Sauergrasgewächse und Süßgräser, aber auch Schachtelhalme, Hahnenfußgewächse, Kreuzblütler und Doldenblütler.\n\nErneute klimatische Veränderungen führten zu starken Veränderungen der Vegetation. Gräser- und Kräutervegetationen gingen nach und nach zurück. Die Zwergbirke, der Wacholder, die Weide und die Pappel, aber auch der Sanddorn breiteten sich aus. Im Präboreal (9.610 bis 8.690 v. u. Z.), dem ältesten Zeitabschnitt des Holozäns, breiteten sich Birken, Kiefern und Hasel in Richtung Norden aus. Es entstanden Birken- oder Birken-Kiefernwälder. Die Birke war vorherrschend im präborealen Wald. Gegen Ende des späten Präboreals wurde sie von der Kiefer verdrängt. Eberesche und Espe sowie wärmeempfindliche Wacholderarten waren Begleitpflanzen der Wanderungsvegetation dieser Zeit.\n\n\nIm Boreal (8.690 bis 7.270 v. Chr.) und dem sich anschließenden Atlantikum (8.000 bis ca. 4000 v. Chr.) breiteten sich aus Mitteleuropa eingewanderte Eichenmischwälder in unserer Region aus. Sie bestanden vorrangig aus Eichen, Buchen, Ulmen, Hasel, Linden sowie Erlen und verdrängten Weichhölzer, wie Birke und Kiefer. Ihnen folgten die Tiere. Hirsche lebten in den Wäldern, Rehe, Elche, Wildschweine und Auerochsen. Wärmeliebende Tierarten wie die Europäische Sumpfschildkröte waren zu finden. Zu den eingewanderten Raubtieren gehörten der Wolf, der Braunbär, der Luchs und die Wildkatze. Hasen waren weit verbreitet. In Sumpfgebieten und an Flüssen lebten Biber und Otter. Fischarten wie Hechte und Welsartige gab es zahlreich.\n\n\n= Forschungsstand und Darstellungsgeschichte =\nEine Zusammenfassung des Forschungsstandes zur Botanik und zur Zoologie erfolgte 1969 in Band 15 der von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin herausgegebenen Reihe \"Werte der Deutschen Heimat\". \'\'Potsdam und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme\'\' ist das Produkt einer von der Arbeitsstelle Dresden der Akademie betreuten Gruppe von Autoren. Der Potsdamer Geograph Dr. Gerhard Engelmann hatte sie für die Mitarbeit gewonnen und koordinierte die Arbeiten. Das Themengebiet Landschaftsgeschichte und Pflanzenwelt bearbeitete Dr. Heinz-Dieter Krausch von der Forschungsstelle für Limnologie der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin und das Themengebiet Tierwelt Manfred Feiler, Bezirksheimatmuseum Potsdam. Anliegen der heimatkundlichen Bestandsaufnahme war die \'\'Verbindung von geologischen, morphologischen, hydrologischen, vegetationskundlichen, forstlichen, faunistischen und fischereikundlichen Beiträgen mit solchen ur- und frühgeschichtlicher, siedlungsgeographischer, ortsgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher und namenkundlicher Art\'\'. Die Bestandsaufnahme wollte wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und durch die populär-wissenschaftliche Beschreibung der Ergebnissse eine breite Leserschaft erreichen.\n\nÜber das Niveau der 1969 veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Botanik und Zoologie des Potsdamer Raumes hinaus gehende Arbeiten zur Geschichte Potsdams sind nicht bekannt.\n\n\n= Literaturübersicht (chronologisch) =\n== Botanik ==\n*Firbas, Franz: Spät- und nacheiszeitliche Waldgeschichte Mitteleuropas nördlich der Alpen, Jena 1949/1952.\n*Fischer, Wolfgang: Zur Pflanzenwelt des Kreises Potsdam. Potsdamer Land 1958, S. 65-69.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Die Vegetationsverhältnisse Brandenburgs in slawischer Zeit. In: Märkische Heimat, Sonderheft II: Festschrift R. Hoffmann, S. 50-62, Potsdam 1961.\n*Müller-Stoll, Wolfgang Richard u. Götz, H. G.: Die märkischen Salzstellen und ihre Salzflora in Vergangenheit und Gegenwart. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Nr. 7, 1962, S. 243-296.\n*Scamoni, Alexis: Der Kiefernwald, der Buchenwald und die Eichenmischwälder des Höhendiluviums, die Wälder der Moore und Niederungen in Brandenburg. In: Märkische Heimat, Bd. 3, 1959 bis Bd. 6, 1962.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Vegetations- und Landschaftsgeschichte des Potsdamer Gebietes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 6-8.\n\n\n== Zoologie ==\n*Feiler, Manfred: Die Tierwelt des Potsdamer Havellandes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 11-14.','utf-8'),(8716,'= Von der Weichsel-Kaltzeit bis zum Boreal =\nAm Ende der Weichsel-Kaltzeit, während des späten Pleistozäns, breitete sich in Mittelbrandenburg eine Tundra mit Süß- und Sauergräsern aus. In der so genannten Jüngeren Tundrazeit, die von 10.730 bis 9.700 v. u. Z. ging, war über ganz Deutschland und Skandinavien der Weiße Silberwurz verbreitet. Heute ist diese Pflanze nur noch an klimatisch extremen Standorten zu finden. Die Vegetation prägten aber vor allem Sauergrasgewächse und Süßgräser, aber auch Schachtelhalme, Hahnenfußgewächse, Kreuzblütler und Doldenblütler.\n\nErneute klimatische Veränderungen führten zu starken Veränderungen der Vegetation. Gräser- und Kräutervegetationen gingen nach und nach zurück. Die Zwergbirke, der Wacholder, die Weide und die Pappel, aber auch der Sanddorn breiteten sich aus. Im Präboreal (9.610 bis 8.690 v. u. Z.), dem ältesten Zeitabschnitt des Holozäns, breiteten sich Birken, Kiefern und Hasel in Richtung Norden aus. Es entstanden Birken- oder Birken-Kiefernwälder. Die Birke war vorherrschend im präborealen Wald. Gegen Ende des späten Präboreals wurde sie von der Kiefer verdrängt. Eberesche und Espe sowie wärmeempfindliche Wacholderarten waren Begleitpflanzen der Wanderungsvegetation dieser Zeit.\n\n\nIm Boreal (8.690 bis 7.270 v. Chr.) und dem sich anschließenden Atlantikum (8.000 bis ca. 4000 v. Chr.) breiteten sich aus Mitteleuropa eingewanderte Eichenmischwälder in unserer Region aus. Sie bestanden vorrangig aus Eichen, Buchen, Ulmen, Hasel, Linden sowie Erlen und verdrängten Weichhölzer, wie Birke und Kiefer. Ihnen folgten die Tiere. Hirsche lebten in den Wäldern, Rehe, Elche, Wildschweine und Auerochsen. Wärmeliebende Tierarten wie die Europäische Sumpfschildkröte waren zu finden. Zu den eingewanderten Raubtieren gehörten der Wolf, der Braunbär, der Luchs und die Wildkatze. Hasen waren weit verbreitet. In Sumpfgebieten und an Flüssen lebten Biber und Otter. Fischarten wie Hechte und Welsartige gab es zahlreich.\n\n\n= Forschungsstand und Darstellungsgeschichte =\nEine Zusammenfassung des Forschungsstandes zur Botanik und zur Zoologie erfolgte 1969 in Band 15 der von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin herausgegebenen Reihe \"Werte der Deutschen Heimat\". \'\'Potsdam und seine Umgebung. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme\'\' ist das Produkt einer von der Arbeitsstelle Dresden der Akademie betreuten Gruppe von Autoren. Der Potsdamer Geograph Dr. Gerhard Engelmann hatte sie für die Mitarbeit gewonnen und koordinierte die Arbeiten. Das Themengebiet Landschaftsgeschichte und Pflanzenwelt bearbeitete Dr. Heinz-Dieter Krausch von der Forschungsstelle für Limnologie der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin und das Themengebiet Tierwelt Manfred Feiler, Bezirksheimatmuseum Potsdam. Anliegen der heimatkundlichen Bestandsaufnahme war die \'\'Verbindung von geologischen, morphologischen, hydrologischen, vegetationskundlichen, forstlichen, faunistischen und fischereikundlichen Beiträgen mit solchen ur- und frühgeschichtlicher, siedlungsgeographischer, ortsgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher und namenkundlicher Art\'\'. Die Bestandsaufnahme wollte wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und durch die populär-wissenschaftliche Beschreibung der Ergebnissse eine breite Leserschaft erreichen.\n\nÜber das Niveau der 1969 veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Botanik und Zoologie des Potsdamer Raumes hinaus gehende Arbeiten zur Geschichte Potsdams sind nicht bekannt.\n\n\n= Literaturübersicht (chronologisch) =\n== Botanik ==\n*Firbas, Franz: Spät- und nacheiszeitliche Waldgeschichte Mitteleuropas nördlich der Alpen, Jena 1949/1952.\n*Fischer, Wolfgang: Zur Pflanzenwelt des Kreises Potsdam. Potsdamer Land 1958, S. 65-69.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Die Vegetationsverhältnisse Brandenburgs in slawischer Zeit. In: Märkische Heimat, Sonderheft II: Festschrift R. Hoffmann, S. 50-62, Potsdam 1961.\n*Müller-Stoll, Wolfgang Richard u. Götz, H. G.: Die märkischen Salzstellen und ihre Salzflora in Vergangenheit und Gegenwart. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Nr. 7, 1962, S. 243-296.\n*Scamoni, Alexis: Der Kiefernwald, der Buchenwald und die Eichenmischwälder des Höhendiluviums, die Wälder der Moore und Niederungen in Brandenburg. In: Märkische Heimat, Bd. 3, 1959 bis Bd. 6, 1962.\n*Krausch, Heinz-Dieter: Vegetations- und Landschaftsgeschichte des Potsdamer Gebietes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 6-8.\n\n\n== Zoologie ==\n*Feiler, Manfred: Die Tierwelt des Potsdamer Havellandes. In: Potsdamer Wanderführer, Potsdam 1987, S. 11-14.','utf-8'),(8717,'Erste Hinweise auf die Anwesenheit von Menschen in unserer Region sind für das Mesolithikum (um 9.600 bis 3.000 v. u. Z.), auch Mittelsteinzeit genannt, überliefert. In der Nutheniederung wurden reichlich mittelsteinzeitliche Funde gemacht. Jäger und Fischer lebten in der gewässer- und waldreichen Landschaft in auf Talsandinseln und Talsandzungen angelegten Wohngruben. Ihre Feuersteinwerkzeuge hinterließen sie auf räumlich ausgedehnten und mehrfach von ihnen aufgesuchten Plätzen.\n\nAm Ende des 3. Jahrtausend v. u. Z. vollzog sich mit dem Ackerbau und der Viehzähmung der übergang zur Sesshaftigkeit.\n\n\nIn der Bronzezeit','utf-8'),(8718,' \n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Vor x-Millionen von Jahren \n|-\n| Die Geschichte Potsdams beginnt zu einer Zeit, wo die Natur das Sagen hatte. Es jedoch noch keine Spezies gab, die das damalige Wirken der Natur hätte dokumentieren können. Die Naturgewalten veränderten die Oberfläche der Erde. Urozean, tektonische Bewegungen, Eiszeit, Gletscher, Wasserkraft - mit diesen Begriffen versuchte der Mensch im Nachgang, sich ein Bild von den Vorgängen zu machen, die ohne ihn abliefen. Ob das von ihm geschaffene Bild mit der Realität in dieser menschenlosen Zeit übereinstimmt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Geologische Funde, Untersuchungen der Erdoberfläche und der Genesis von Flora und Fauna halfen und helfen uns aber dabei, es zu formen.\n\nDie Beschäftigung mit dem Entstehen der uns heute bekannten Landschaft in und um Potsdam herum setzte sehr spät ein.
\n|| Urwald der Karbonzeit\n|}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Die Zeit der Tiere\n|-\n|

Urelefanten im Braunkohlenurwald

\n|| Im Miozän (23,03–5,333 Millionen Jahren) bildeten sich in der Potsdamer Gegend in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete, aus denen Braunkohlenflöze hervorgingen. Spuren von Braunkohle wurden am Brauhausberg nachgewiesen. Auch in der Nutheniederung wurde ein hoher Anteil von Kohleteilchen gefunden. Durch tektonische Bewegungen gerieten die Braunkohleablagerungen in Wechsellagerung mit den darüber und darunter befindlichen Sedimenten. \n\nDas Dinotherium war eine der im Braunkohlenurwald lebenden Tiergattungen. Ob es auch im Potsdamer Raum gelebt hatte, ist nicht bekannt. Es gibt keine fossilen Funde aus dieser Zeit. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Lange nach den Gletschern kam der Mensch\n|-\n| Auf das Ende der Eiszeit am Ende des Jungpleistozäns folgte die Herausbildung einer Tundra mit Süß- und Sauergräsern. Diese wurde durch eine Strauchtundra abgelöst, mit Weide, Sanddorn und Strauchbirke. Das große Nahrungsangebot lockte das Ren an und ihm folgten die Rentierjäger der älteren Steinzeit (vor 8000 Jahre v. u. Z.). Hinterlassenschaften von altsteinzeitlichen Jägern - bearbeitete Feuersteine, Werkzeuge aus Knochen und Geweihen - konnten in der Potsdamer Gegend nicht gefunden werden. Reichlicher dagegen sind Funde aus der Mittelsteinzeit (8000 bis 3000 v. u. Z.). Auf Talsandinseln und Talsandzungen in der Nutheniederung lebten in Wohngruben Jäger und Fischer. Auf räumlich ausgedehnten und mehrfach aufgesuchten Plätzen hinterließen sie Feuersteinwerkzeuge. Am Ende des 3. Jahrtausends v. u. Z. vollzog sich der Übergang zu Bodenanbau und Viehhaltung.\n||

Jäger und Sammler der letzten Eiszeit am Rastplatz

\n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Bronze und Eisen verändern die Lebenswelt\n|-\n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

\n| In der Bronzezeit (1800-800 v. u. Z.) trat neben den Ackerbauer und Viehzähmer der Handwerker. Er schmolz das von auswärts bezogene Bronzemetall und fertigte Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die Händler an den Mann und die Frau brachten. Bronzezeitliche Siedlungsreste wurden im Bereich des Alten Marktes entdeckt sowie in der zum heutigen Bergholz-Rehbrücke gehörenden Nutheniederung (Burgfischerei). Ebenso gab es an diesen Standorten Entdeckungen von Urnenfeldern aus jener Zeit. Funde aus der späten Bronze- und der frühen Eisenzeit sind aus der Nachbarschaft des Königswalles bei Kramnitz und aus diesem Wall selbst bekannt. Musste das Bronze von außen bezogen werden, so wurde der Mensch in der Eisenzeit (800-1 v. u. Z.) durch das Schmelzen des heimischen Raseneisensteins von der Metalleinfuhr unabhängig. Hinweise auf Wohnsiedlungen aus der Eisenzeit gibt es nicht. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Germanen, Slawen, Deutsche - Völker wandern durch Europa\n|-\n| Am Ende der Römischen Kaiserzeit(1-500 u. Z.)kam es zur völligen Abwanderung von Menschen aus unserer Region. Letzte Siedlungsspuren aus dieser Zeit gibt es vom Beetz im Nuthetal. Die frei gewordenen Räume boten einwandernden slawischen Stämmen die Möglichkeit, ihre Wanderschaft durch Europa zu beenden und sesshaft zu werden. Die Siedler kamen aus dem Oderraum an die Havel und die Nuthe. Sie legten Wohnsiedlungen an, betrieben Fischfang und auch Ackerbau.Zu ihrem Schutz und zur Behauptung ihres neuen Siedlungsgebietes bauten sie Burgen. \n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

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','utf-8'),(8719,' \n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Vor x-Millionen von Jahren \n|-\n| Die Geschichte Potsdams beginnt zu einer Zeit, wo die Natur das Sagen hatte. Es jedoch noch keine Spezies gab, die das damalige Wirken der Natur hätte dokumentieren können. Die Naturgewalten veränderten die Oberfläche der Erde. Urozean, tektonische Bewegungen, Eiszeit, Gletscher, Wasserkraft - mit diesen Begriffen versuchte der Mensch im Nachgang, sich ein Bild von den Vorgängen zu machen, die ohne ihn abliefen. Ob das von ihm geschaffene Bild mit der Realität in dieser menschenlosen Zeit übereinstimmt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Geologische Funde, Untersuchungen der Erdoberfläche und der Genesis von Flora und Fauna halfen und helfen uns aber dabei, es zu formen.\n\nDie Beschäftigung mit dem Entstehen der uns heute bekannten Landschaft in und um Potsdam herum setzte sehr spät ein.
\n|| Urwald der Karbonzeit\n|}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Die Zeit der Tiere\n|-\n|

Urelefanten im Braunkohlenurwald

\n|| Im Miozän (vor 23,03–5,333 Millionen Jahren) bildeten sich in der Potsdamer Gegend in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete, aus denen Braunkohlenflöze hervorgingen. Spuren von Braunkohle wurden am Brauhausberg nachgewiesen. Auch in der Nutheniederung wurde ein hoher Anteil von Kohleteilchen gefunden. Durch tektonische Bewegungen gerieten die Braunkohleablagerungen in Wechsellagerung mit den darüber und darunter befindlichen Sedimenten. \n\nDas Dinotherium war eine der im Braunkohlenurwald lebenden Tiergattungen. Ob es auch im Potsdamer Raum gelebt hatte, ist nicht bekannt. Es gibt keine fossilen Funde aus dieser Zeit. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Lange nach den Gletschern kam der Mensch\n|-\n| Auf das Ende der Eiszeit am Ende des Jungpleistozäns folgte die Herausbildung einer Tundra mit Süß- und Sauergräsern. Diese wurde durch eine Strauchtundra abgelöst, mit Weide, Sanddorn und Strauchbirke. Das große Nahrungsangebot lockte das Ren an und ihm folgten die Rentierjäger der älteren Steinzeit (vor 8.000 Jahren v. u. Z.). Hinterlassenschaften von altsteinzeitlichen Jägern - bearbeitete Feuersteine, Werkzeuge aus Knochen und Geweihen - konnten in der Potsdamer Gegend nicht gefunden werden. Reichlicher dagegen sind Funde aus der Mittelsteinzeit (9.600 bis 3.000 v. u. Z.). Auf Talsandinseln und Talsandzungen in der Nutheniederung lebten in Wohngruben Jäger und Fischer. Auf räumlich ausgedehnten und mehrfach aufgesuchten Plätzen hinterließen sie Feuersteinwerkzeuge. Am Ende des 3. Jahrtausends v. u. Z. vollzog sich der Übergang zu Bodenanbau und Viehzähmung.\n||

Jäger und Sammler der letzten Eiszeit am Rastplatz

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\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Bronze und Eisen verändern die Lebenswelt\n|-\n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

\n| In der Bronzezeit (1.800-800 v. u. Z.) trat neben den Ackerbauer und Viehzähmer der Handwerker. Er schmolz das von auswärts bezogene Bronzemetall und fertigte Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die Händler an den Mann und die Frau brachten. Bronzezeitliche Siedlungsreste wurden im Bereich des Alten Marktes entdeckt sowie in der zum heutigen Bergholz-Rehbrücke gehörenden Nutheniederung (Burgfischerei). Ebenso gab es an diesen Standorten Entdeckungen von Urnenfeldern aus jener Zeit. Funde aus der späten Bronze- und der frühen Eisenzeit sind aus der Nachbarschaft des Königswalles bei Kramnitz und aus diesem Wall selbst bekannt. Musste das Bronze von außen bezogen werden, so wurde der Mensch in der Eisenzeit (800-1 v. u. Z.) durch das Schmelzen des heimischen Raseneisensteins von der Metalleinfuhr unabhängig. Hinweise auf Wohnsiedlungen aus der Eisenzeit gibt es nicht. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Germanen, Slawen, Deutsche - Völker wandern durch Europa\n|-\n| Am Ende der Römischen Kaiserzeit(1-500 u. Z.)kam es zur völligen Abwanderung von Menschen aus unserer Region. Letzte Siedlungsspuren aus dieser Zeit gibt es vom Beetz im Nuthetal. Die frei gewordenen Räume boten einwandernden slawischen Stämmen die Möglichkeit, ihre Wanderschaft durch Europa zu beenden und sesshaft zu werden. Die Siedler kamen aus dem Oderraum an die Havel und die Nuthe. Sie legten Wohnsiedlungen an, betrieben Fischfang und auch Ackerbau.Zu ihrem Schutz und zur Behauptung ihres neuen Siedlungsgebietes bauten sie Burgen. \n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

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','utf-8'),(8720,'Geologie','utf-8'),(8721,' \n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Vor x-Millionen von Jahren \n|-\n| Die Geschichte Potsdams beginnt zu einer Zeit, wo die Natur das Sagen hatte. Es jedoch noch keine Spezies gab, die das damalige Wirken der Natur hätte dokumentieren können. Die Naturgewalten veränderten die Oberfläche der Erde. Urozean, tektonische Bewegungen, Eiszeit, Gletscher, Wasserkraft - mit diesen Begriffen versuchte der Mensch im Nachgang, sich ein Bild von den Vorgängen zu machen, die ohne ihn abliefen. Ob das von ihm geschaffene Bild mit der Realität in dieser menschenlosen Zeit übereinstimmt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Geologische Funde, Untersuchungen der Erdoberfläche und der Genesis von Flora und Fauna halfen und helfen uns aber dabei, es zu formen.\n\nDie Beschäftigung mit dem Entstehen der uns heute bekannten Landschaft in und um Potsdam herum setzte sehr spät ein.
\n|| Geologie Urwald der Karbonzeit\n|}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Die Zeit der Tiere\n|-\n|

Urelefanten im Braunkohlenurwald

\n|| Im Miozän (vor 23,03–5,333 Millionen Jahren) bildeten sich in der Potsdamer Gegend in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete, aus denen Braunkohlenflöze hervorgingen. Spuren von Braunkohle wurden am Brauhausberg nachgewiesen. Auch in der Nutheniederung wurde ein hoher Anteil von Kohleteilchen gefunden. Durch tektonische Bewegungen gerieten die Braunkohleablagerungen in Wechsellagerung mit den darüber und darunter befindlichen Sedimenten. \n\nDas Dinotherium war eine der im Braunkohlenurwald lebenden Tiergattungen. Ob es auch im Potsdamer Raum gelebt hatte, ist nicht bekannt. Es gibt keine fossilen Funde aus dieser Zeit. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Lange nach den Gletschern kam der Mensch\n|-\n| Auf das Ende der Eiszeit am Ende des Jungpleistozäns folgte die Herausbildung einer Tundra mit Süß- und Sauergräsern. Diese wurde durch eine Strauchtundra abgelöst, mit Weide, Sanddorn und Strauchbirke. Das große Nahrungsangebot lockte das Ren an und ihm folgten die Rentierjäger der älteren Steinzeit (vor 8.000 Jahren v. u. Z.). Hinterlassenschaften von altsteinzeitlichen Jägern - bearbeitete Feuersteine, Werkzeuge aus Knochen und Geweihen - konnten in der Potsdamer Gegend nicht gefunden werden. Reichlicher dagegen sind Funde aus der Mittelsteinzeit (9.600 bis 3.000 v. u. Z.). Auf Talsandinseln und Talsandzungen in der Nutheniederung lebten in Wohngruben Jäger und Fischer. Auf räumlich ausgedehnten und mehrfach aufgesuchten Plätzen hinterließen sie Feuersteinwerkzeuge. Am Ende des 3. Jahrtausends v. u. Z. vollzog sich der Übergang zu Bodenanbau und Viehzähmung.\n||

Jäger und Sammler der letzten Eiszeit am Rastplatz

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\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Bronze und Eisen verändern die Lebenswelt\n|-\n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

\n| In der Bronzezeit (1.800-800 v. u. Z.) trat neben den Ackerbauer und Viehzähmer der Handwerker. Er schmolz das von auswärts bezogene Bronzemetall und fertigte Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die Händler an den Mann und die Frau brachten. Bronzezeitliche Siedlungsreste wurden im Bereich des Alten Marktes entdeckt sowie in der zum heutigen Bergholz-Rehbrücke gehörenden Nutheniederung (Burgfischerei). Ebenso gab es an diesen Standorten Entdeckungen von Urnenfeldern aus jener Zeit. Funde aus der späten Bronze- und der frühen Eisenzeit sind aus der Nachbarschaft des Königswalles bei Kramnitz und aus diesem Wall selbst bekannt. Musste das Bronze von außen bezogen werden, so wurde der Mensch in der Eisenzeit (800-1 v. u. Z.) durch das Schmelzen des heimischen Raseneisensteins von der Metalleinfuhr unabhängig. Hinweise auf Wohnsiedlungen aus der Eisenzeit gibt es nicht. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Germanen, Slawen, Deutsche - Völker wandern durch Europa\n|-\n| Am Ende der Römischen Kaiserzeit(1-500 u. Z.)kam es zur völligen Abwanderung von Menschen aus unserer Region. Letzte Siedlungsspuren aus dieser Zeit gibt es vom Beetz im Nuthetal. Die frei gewordenen Räume boten einwandernden slawischen Stämmen die Möglichkeit, ihre Wanderschaft durch Europa zu beenden und sesshaft zu werden. Die Siedler kamen aus dem Oderraum an die Havel und die Nuthe. Sie legten Wohnsiedlungen an, betrieben Fischfang und auch Ackerbau.Zu ihrem Schutz und zur Behauptung ihres neuen Siedlungsgebietes bauten sie Burgen. \n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

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','utf-8'),(8722,' \n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Vor x-Millionen von Jahren \n|-\n| Die Geschichte Potsdams beginnt zu einer Zeit, wo die Natur das Sagen hatte. Es jedoch noch keine Spezies gab, die das damalige Wirken der Natur hätte dokumentieren können. Die Naturgewalten veränderten die Oberfläche der Erde. Urozean, tektonische Bewegungen, Eiszeit, Gletscher, Wasserkraft - mit diesen Begriffen versuchte der Mensch im Nachgang, sich ein Bild von den Vorgängen zu machen, die ohne ihn abliefen. Ob das von ihm geschaffene Bild mit der Realität in dieser menschenlosen Zeit übereinstimmt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Geologische Funde, Untersuchungen der Erdoberfläche und der Genesis von Flora und Fauna halfen und helfen uns aber dabei, es zu formen.\n\nDie Beschäftigung mit dem Entstehen der uns heute bekannten Landschaft in und um Potsdam herum setzte sehr spät ein.
\n|| Geologie Urwald der Karbonzeit\n|}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Die Zeit der Tiere\n|-\n|

Urelefanten im Braunkohlenurwald

\n|| Im Miozän (vor 23,03–5,333 Millionen Jahren) bildeten sich in der Potsdamer Gegend in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete, aus denen Braunkohlenflöze hervorgingen. Spuren von Braunkohle wurden am Brauhausberg nachgewiesen. Auch in der Nutheniederung wurde ein hoher Anteil von Kohleteilchen gefunden. Durch tektonische Bewegungen gerieten die Braunkohleablagerungen in Wechsellagerung mit den darüber und darunter befindlichen Sedimenten. \n\nDas Dinotherium war eine der im Braunkohlenurwald lebenden Tiergattungen. Ob es auch im Potsdamer Raum gelebt hatte, ist nicht bekannt. Es gibt keine fossilen Funde aus dieser Zeit. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Lange nach den Gletschern kam der Mensch\n|-\n| Auf das Ende der Eiszeit am Ende des Jungpleistozäns folgte die Herausbildung einer Tundra mit Süß- und Sauergräsern. Diese wurde durch eine Strauchtundra abgelöst, mit Weide, Sanddorn und Strauchbirke. Das große Nahrungsangebot lockte das Ren an und ihm folgten die Rentierjäger der älteren Steinzeit (vor 8.000 Jahren v. u. Z.). Hinterlassenschaften von altsteinzeitlichen Jägern - bearbeitete Feuersteine, Werkzeuge aus Knochen und Geweihen - konnten in der Potsdamer Gegend nicht gefunden werden. Reichlicher dagegen sind Funde aus der Mittelsteinzeit (9.600 bis 3.000 v. u. Z.). Auf Talsandinseln und Talsandzungen in der Nutheniederung lebten in Wohngruben Jäger und Fischer. Auf räumlich ausgedehnten und mehrfach aufgesuchten Plätzen hinterließen sie Feuersteinwerkzeuge. Am Ende des 3. Jahrtausends v. u. Z. vollzog sich der Übergang zu Bodenanbau und Viehzähmung.\n||

Jäger und Sammler der letzten Eiszeit am Rastplatz

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\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Bronze und Eisen verändern die Lebenswelt\n|-\n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

\n| In der Bronzezeit (1.800-800 v. u. Z.) trat neben den Ackerbauer und Viehzähmer der Handwerker. Er schmolz das von auswärts bezogene Bronzemetall und fertigte Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die Händler an den Mann und die Frau brachten. Bronzezeitliche Siedlungsreste wurden im Bereich des Alten Marktes entdeckt sowie in der zum heutigen Bergholz-Rehbrücke gehörenden Nutheniederung (Burgfischerei). Ebenso gab es an diesen Standorten Entdeckungen von Urnenfeldern aus jener Zeit. Funde aus der späten Bronze- und der frühen Eisenzeit sind aus der Nachbarschaft des Königswalles bei Kramnitz und aus diesem Wall selbst bekannt. Musste das Bronze von außen bezogen werden, so wurde der Mensch in der Eisenzeit (800-1 v. u. Z.) durch das Schmelzen des heimischen Raseneisensteins von der Metalleinfuhr unabhängig. Hinweise auf Wohnsiedlungen aus der Eisenzeit gibt es nicht. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Germanen, Slawen, Deutsche - Völker wandern durch Europa\n|-\n| Am Ende der Römischen Kaiserzeit(1-500 u. Z.)kam es zur völligen Abwanderung von Menschen aus unserer Region. Letzte Siedlungsspuren aus dieser Zeit gibt es vom Beetz im Nuthetal. Die frei gewordenen Räume boten einwandernden slawischen Stämmen die Möglichkeit, ihre Wanderschaft durch Europa zu beenden und sesshaft zu werden. Die Siedler kamen aus dem Oderraum an die Havel und die Nuthe. Sie legten Wohnsiedlungen an, betrieben Fischfang und auch Ackerbau.Zu ihrem Schutz und zur Behauptung ihres neuen Siedlungsgebietes bauten sie Burgen. \n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

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\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Die Zeit der Tiere\n|-\n|

Urelefanten im Braunkohlenurwald

\n|| Im Miozän (vor 23,03–5,333 Millionen Jahren) bildeten sich in der Potsdamer Gegend in einer subtropischen Landschaft mit Flüssen und Seen ausgedehnte Moorgebiete, aus denen Braunkohlenflöze hervorgingen. Spuren von Braunkohle wurden am Brauhausberg nachgewiesen. Auch in der Nutheniederung wurde ein hoher Anteil von Kohleteilchen gefunden. Durch tektonische Bewegungen gerieten die Braunkohleablagerungen in Wechsellagerung mit den darüber und darunter befindlichen Sedimenten. \n\nDas Dinotherium war eine der im Braunkohlenurwald lebenden Tiergattungen. Ob es auch im Potsdamer Raum gelebt hatte, ist nicht bekannt. Es gibt keine fossilen Funde aus dieser Zeit. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Lange nach den Gletschern kam der Mensch\n|-\n| Auf das Ende der Eiszeit am Ende des Jungpleistozäns folgte die Herausbildung einer Tundra mit Süß- und Sauergräsern. Diese wurde durch eine Strauchtundra abgelöst, mit Weide, Sanddorn und Strauchbirke. Das große Nahrungsangebot lockte das Ren an und ihm folgten die Rentierjäger der älteren Steinzeit (vor 8.000 Jahren v. u. Z.). Hinterlassenschaften von altsteinzeitlichen Jägern - bearbeitete Feuersteine, Werkzeuge aus Knochen und Geweihen - konnten in der Potsdamer Gegend nicht gefunden werden. Reichlicher dagegen sind Funde aus der Mittelsteinzeit (9.600 bis 3.000 v. u. Z.). Auf Talsandinseln und Talsandzungen in der Nutheniederung lebten in Wohngruben Jäger und Fischer. Auf räumlich ausgedehnten und mehrfach aufgesuchten Plätzen hinterließen sie Feuersteinwerkzeuge. Am Ende des 3. Jahrtausends v. u. Z. vollzog sich der Übergang zu Bodenanbau und Viehzähmung.\n||

Jäger und Sammler der letzten Eiszeit am Rastplatz

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\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Bronze und Eisen verändern die Lebenswelt\n|-\n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

\n| In der Bronzezeit (1.800-800 v. u. Z.) trat neben den Ackerbauer und Viehzähmer der Handwerker. Er schmolz das von auswärts bezogene Bronzemetall und fertigte Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die Händler an den Mann und die Frau brachten. Bronzezeitliche Siedlungsreste wurden im Bereich des Alten Marktes entdeckt sowie in der zum heutigen Bergholz-Rehbrücke gehörenden Nutheniederung (Burgfischerei). Ebenso gab es an diesen Standorten Entdeckungen von Urnenfeldern aus jener Zeit. Funde aus der späten Bronze- und der frühen Eisenzeit sind aus der Nachbarschaft des Königswalles bei Kramnitz und aus diesem Wall selbst bekannt. Musste das Bronze von außen bezogen werden, so wurde der Mensch in der Eisenzeit (800-1 v. u. Z.) durch das Schmelzen des heimischen Raseneisensteins von der Metalleinfuhr unabhängig. Hinweise auf Wohnsiedlungen aus der Eisenzeit gibt es nicht. \n |}\n
\n\n{| border=\"1\" style=\"border-collapse:collapse\" cellpadding=\"3\"\n!colspan=\"4\" bgcolor=\"#abcdef\"| Germanen, Slawen, Deutsche - Völker wandern durch Europa\n|-\n| Am Ende der Römischen Kaiserzeit(1-500 u. Z.)kam es zur völligen Abwanderung von Menschen aus unserer Region. Letzte Siedlungsspuren aus dieser Zeit gibt es vom Beetz im Nuthetal. Die frei gewordenen Räume boten einwandernden slawischen Stämmen die Möglichkeit, ihre Wanderschaft durch Europa zu beenden und sesshaft zu werden. Die Siedler kamen aus dem Oderraum an die Havel und die Nuthe. Sie legten Wohnsiedlungen an, betrieben Fischfang und auch Ackerbau.Zu ihrem Schutz und zur Behauptung ihres neuen Siedlungsgebietes bauten sie Burgen. \n||

Lebensbild aus der Zeit der ältesten Ackerbauern und Viehzähmer

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