Anmerkungen (1-1375)

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„...von unsern sogenannten Kietzern, die in Carls IV. Landbüchern Slavi de Villa Kietz genennet werden, ist im geringsten kein Zweifel, daß sie nicht zu der Wendischen Nation gehöret haben sollten.“

In: MVGP Bd.3 NF, T. 3, Potsdam 1883 – Gerlach, Coll. 273, S. 67


Schreibweise Potsdams zu jener Zeit als: Posdamp, Postam, Postamp, Postampp, Potsdam, Postdamp, Postdampe, Postamp.

(Vgl. Sello, Georg: Potsdam und Sanssouci, 1888, S.183; Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375, hrsg. v. Schulze, Johannes, Berlin, 1940, S. 3 ,20 ,22 ,32 ,35 ,36 ,41 ,42 ,53 ,59 ,64 ,75 ,200 ,201,213).


Siehe auch:

Fellien, Hermann, Von Poztupimi bis Potsdam. Potsdamer Daten von der Frühgeschichte durch das Mittelalter bis zur Neuzeit. Zusammengestellt aus einer Vielzahl von gedruckten u. ungedruckten Quellen durch Hermann Fellien, Golm: Selbstverlag, 1978, S. 30 f., Abb. 6,;

Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst - Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 383, 388 u. 446.


Für 1375 werden zudem folgende Sachverhalte nachgewiesen:

- Einnahmen im Landbuch weisen auf eine Fähre in Potsdam hin.

(Vgl. Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375, hrsg. v. Schulze, Johannes, Berlin: Gsellius, 1940, S.201).

- Existenz von Windmühlen und Zolleinnahme in Potsdam.

(Vgl. ebenda.)

- Offensichtlich bezieht sich Friedrich Mielke auch auf das Landbuch Kaiser Karls IV., als er schreibt: „In der Nähe der Heiliggeistkirche wurden Windmühlen nachgewiesen.“ Datiert werden sie von ihm an diesem Standort für den Zeitraum von 1375 bis 1611.

(Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst- Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 363)

- Erwähnung von Bornim im Landbuch Kaiser Karl IV.

(Vgl. Fidicin, Ernst: Teil 2 [Bd. 2]: Geschichte der Stadt und Insel Potsdam. M. Kt., Berlin, 1858, S. 85; Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst - Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 446)

- Erwähnung von Caputh im Landbuch Kaiser Karl IV.

(Vgl. Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst - Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 449)

- Erwähnung von Neuendorf („Nyendorff“) mit einer Kirche als zum Amte Potsdam gehörig im Landbuch Kaiser Karl IV.

„Nyendorff hat 9 Hufen; jede giebt ½ Wspl. Roggen und ½ Wspl. Hafer und 2 Hühner; es sind 5 Kossäthenhöfe, jeder giebt 2 Schillinge und 2 Hühner. Ein Krug ist nicht vorhanden. Alle diese Abgaben und außerdem das höhere Gericht hat Hennig v. Gröben, wohnhaft zu Beuthen, von seinem Vater." (Fidicin, Ernst: Die Territorien der Mark Brandenburg. Bd. I: Geschichte des Kreises Teltow und der in demselben belegenen Städte, Rittergüter, Dörfer, 1 Kt., Berlin, 1857, S. 110);

- Erwähnung von Klein Glienicke als „Glinick parva“ im Landbuch Kaiser Karl IV. (im Besitz der Familie v. d. Gröben).

(Vgl. Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst - Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 454);

- Erste urkundliche Erwähnung von Sacrow. Eigentümer ist im 14. Jahrhundert von der Eiche aus Eiche. Auf Gut Sacrow befinden sich 12 Bauern.

(Vgl. Mielke, Friedrich: Potsdamer Baukunst - Das klassische Potsdam, Frankfurt/Main-Berlin 1981, S. 478);

- Eine Ortsbezeichnung namens „Vicus“ wird als „Kyz“ (Kietz) aufgeführt. „Postamp: orbeta 3 marce. Item illi de opido et de Kyz…molendinis…”

(Vgl. Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375/ hrsg. v. Schulze, Johannes, Berlin: Gsellius, 1940, S.20, 41, 75, 213 sowie ebenda Sachverzeichnis und Worterklärungen auf S. 461).