Ananashaus

aus Potsdam-Chronik, der freien Wissensdatenbank
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Hinter dem Stadteingang zum Park Sanssouci, auch Grünes Gitter genannt, auf der südlichen Seite der Allee im Jahr 1763 hinter einer Mauer errichtetes niedriges Gebäude. In ihm wurden im 18. Jahrhundert die begehrten südländischen Früchte gezogen. Das Ananashaus wurde mehrfach umgebaut.


Der Potsdamer Baumeister Heinrich Ludwig Manger berichtet darüber auf S. 267 in Band 2 seiner "Baugeschichte von Potsdam"(1789): Im Küchengarten, den schon König Friedrich Wilhelm der Erste anlegen lassen, war im Kriege vieles verabsäumet worden. Es mußte also in demselben an Gebäuden, Gehägen, Spalieren und Mistbeetkasten eine starke Reparatur vorgenommen werden. Besonders wurde ein kleines Treibehaus zu Ananas auf dem davor befindlichen Hofe und acht Erbskasten oder Mistbeeten zu frühzeitigen Erbsen und Bohnen, welche geheitzt werden können, vor dem neuen Treibehause ganz neu gebauet. Diese Arbeiten verzogen sich bis Ende May 1764.