Albrecht der Bär

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Adalbertus Siegel.JPG

Albrecht der Bär * Um 1100; † 18.11.1170
Albrecht der Bär, Markgraf von Sachsen und Brandenburg, vorübergehend auch Herzog von Sachsen
entstammt dem Hause Ballensted
Vater: Otto der Reiche, Graf von Ballenstedt
Mutter: Eilika von Billung

Lebensgeschichte

Über Albrechts Beinamen “der Bär” gibt es heute mehrere Erklärungsversuche.
Einer Überlieferung nach wurde Albrecht in Bernburg an der Saale, der Burg des Bären, geboren.
Einer anderen Überlieferung nach bekam er den Beinamen als Gegenpol zu Heinrich dem Löwen.

Albrecht der Bär wurde 1125 durch Herzog Lothar als Markgrafen der Lausitz eingesetzt.
Fast mühelos hatte dieser ein bedeutendes Ländergebiet gewonnen, jene Mark nämlich, welche sich
gegen Osten und Süden unmittelbar den Stammbesitzungen seines Hauses und den von diesen schon längs
verwalteten Comitalien anschloß.
Bereits 1132 begleitete Albrecht seinen König nach Italien, wo Lothar zum Kaiser gewählt werden sollte.
Auf dieser Reise starb Konrad von Plötzkau, der nach Udo von Freckleben über die Nordmark herrschte.
Lothar übertrug die Nordmark sofort an Albrecht den Bären. In den folgenden Jahren konnte Albrecht sein Machtgebiet durch Feldzüge beträchtlich nach Osten ausweiten. Mit dem letzten Hevellerfürsten Pribislaw-Heinrich kam es um 1140 zu einer Vereinbarung, die dem Markgrafen nach dem Tode des Fürsten die Herrschaft im Hevellergebiet sicherte (1157 endgültige Inbesitznahme Brandenburgs).

Der Askanier vereinigte die Alt- und Mittelmark, weitete seinen territorialen Machtbereich durch Eroberungen und eine geschickte Erbschaftspolitik vor allem bis an die Grenzen des polnischen Staates und den meißnisch-sächsischen Einflußbereich aus und legte durch inneren Landesausbau entscheidende Grundlagen für eine eigene Territorialherrschaft (1157 Markgraf von Brandenburg). Das brandenburgische Landesfürstentum entwickelte sich in der Folgezeit zum wichtigsten Staatsgebilde im norddeutschen Raum (1356 Kurfürstentum).

Im Jahre 1234 wurde Albrecht zum nördlichen Markgrafen erhoben. Im Jahr 1143 / 1144 war Albrecht der Bär nach 5-jähriger Verbannung in sein Land zurückgekehrt, welches durch anhaltende Kriege stark verwüstet war. Bei ihm verfestigte sich der Gedanke, fremde Colonisten ins Land zu holen. Albrecht der Bär richtete seine Politik nun gänzlich in die von den slawischen Wenden besiedelten Gebiete östlich der Elbe aus. Im Jahre 1147 führte er einen Kreuzzug gegen die noch nicht missionierten Wenden an. Interessanterweise vererbte 1150 der Wendenfürst Pribislaw seine umfangreichen Ländereien im heutigen Brandenburg an Albrecht. Diese Erbschaft wurde Albrecht aber erst einmal strittig gemacht, denn der Wendenfürst Jaxa besetzte diese Ländereien. Erst sieben Jahre später konnte Albrecht gemeinsam mit dem Erzbischof Wichmann von Magdeburg seine von Pribislaw geerbten Gebiete zurückerobern und die Markgrafschaft Brandenburg gründen.

Seine unbestrittene Leistung besteht in der Urbarmachung und Besiedelung großer ehemals sumpfiger und unfruchtbarer Gebiete östlich der Elbe. Dazu warb er Siedler aus Holland und Flandern an. Diese Leute wohnten in den Burgen und Siedlungen der Wenden. Durch den Fleiß und die Erfahrung der Siedler konnten die Erträge gesteigert werden. Die Erlöse aus den Zehnten steigen stark an, was den Kirchen in den neu besiedelten Gebieten einigen Reichtum brachte.

Quelle;Weblinks

http://de.wikipedia.org/